Diagnostik

  • Eingangsdiagnostik mit Anamneseerhebung
  • Differenzierte Diagnose / Analyse des aktuellen Lernentwicklungsstandes:
  • Feststellung der basalen Voraussetzungen für das Lesen, Schreiben, Rechnen und Lernen (Wahrnehmung, Differenzierung, Konzentration, Feinmotorik, Graphomotorik u. a.) mittels Beobachtungen, Screening-Verfahren und standardisierten Tests sowie eine Leistungserfassung im Lese-/Rechtschreibbereich bzw. Rechnen mit Hilfe standardisierter Testverfahren
  • Erfassen der psycho-sozialen Situation mittels Gespräch, Fragebögen und Tests
  • Erstellen einer individuellen Lernstruktur
  • systemische Einordnung
  • Intelligenzdiagnostik bei Bedarf

Lerntherapie

  • Ganzheitliche Förderung von Kindern und Jugendlichen in Kleingruppen (2-3 Kinder) nach pädagogisch-psychologischen Gesichtspunkten auf der Basis der individuellen Eingangsdiagnostik
  • Einzeltherapie in begründeten Fällen
  • Individuelle Lernstands-Analyse und fortlaufende (Beobachtungs-)Diagnostik
  • Elternarbeit
  • Elternberatung im Rahmen der Eingangsdiagnostik
  • Therapiebegleitende Elterngespräche
  • Psychologisch betreutes Elternseminar
  • Gezieltes, systematisches Rechtschreib- und Rechentraining
  • Förderung in Kleingruppen mit 4 Kindern
  • Themenbezogene Elternabende

Angebote für Schulen und Lehrer

  • Informationsgespräche
  • Vorträge und Fortbildungsangebote nach Absprache
  • Informationen / Kurzvorträge bei Elternabenden
  • Kooperation im Bereich der individuellen Förderung
  • Kooperations-Projekte → lerntherapeutische Förderung in der Schule

Angebote für alle

  • Offene Sprechstunde Jeden ersten Mittwoch im Monat von 09.00 – 11.00 Uhr
  • Kostenloses Erst- / Beratungsgespräch

Schulen

Dem Umgang der Schulen und Lehrer*innen mit der LRS und Dyskalkulie und ihrer positiven, ermutigenden Haltung den betroffenen Kindern gegenüber kommt eine zentrale Bedeutung für deren angemessene Schullaufbahn zu.

Immer wieder werden Kinder mit einer LRS oder Dyskalkulie nicht identifiziert oder aufgrund ihrer durch die Schwierigkeiten entstandenen Unlust oder ihres besonderen Verhaltens als dumm, frech und faul eingeordnet.
Die Ursachen für schlechte Lese-, Rechtschreib- und Rechenleistungen werden im Kind oder im familiären Umfeld gesucht. Es kommt zu gegenseitigen Schuldzuweisungen zwischen Elternhaus und Schule.
Das Ganze ist ein Teufelskreis mit negativen Kreisläufen im innerpsychischen, sozialen und pädagogischen Bereich (Betz/Breuninger (1986): Teufelskreis Lernstörungen).
Schulen haben eine zentrale Funktion beim Erkennen und bei der Diagnose, Förderung und Beratung des Kindes und der Eltern (ggf. Überweisung an eine entsprechende Institution bzw. den Kinder- und Jugendpsychiater). Diese wird jedoch sehr unterschiedlich wahrgenommen – auch abhängig von der (zusätzlichen) Qualifikation und vom Stundenkontingent.

Um aus negativen Lernstrukturen herauszukommen und Verhaltensauffälligkeiten aufgrund einer LRS oder Dyskalkulie zu mindern, bedarf es einer intensiven Zusammenarbeit zwischen Eltern, Lehrer*innen und Therapeuten im Rahmen der integrativen Lerntherapie.
Gern beraten und begleiten wir die Beteiligten auf vielfältige Weise.

Ein Nachteilsausgleich gemäß Förder-Erlass:

  • Soll den Zugang der Schüler*innen zu einer Aufgabenstellung und damit deren Bearbeitung ermöglichen
  • Keine Herabsetzung des Anforderungsprofils
  • Veränderung der (äußeren) Bedingungen -> zusätzliche Zeit, technische Hilfsmittel, Optimierung des Materials, alternative Präsentation, unterrichtsorganisatorische Veränderungen, Exaktheitstoleranz, räumliche Veränderungen etc.)
  • Festlegung durch Prüfungskommission bzw. Klassenkonferenz
    Nicht antragsgebunden
  • Der Nachteilsausgleich bzw. die individuelle Passung sollten Grundprinzip des Unterrichts sein (Inklusion).
  • (drohende) Behinderung -> daraus resultierender individueller Förderbedarf

 

Angebot Fortbildung und Beratung für Lehrkräfte rund um die Legasthenie und Dyskalkulie

Wir bieten jederzeit für die Kolleg/-innen in den Schulen Kooperation und Unterstützung für Schüler/-innen mit Lern- und Leistungsstörungen an:

  • Telefonate, persönliche Gespräche und Mailkontakt bezogen auf den Einzelfall
  • Grundsätzliche Beratung im Rahmen der offenen Sprechstunde oder nach persönlicher Absprache
  • Informationsabende im Rahmen von Elternabenden oder Vortragsveranstaltungen für die Schule
  • Fortbildungsveranstaltungen nach vorheriger Absprache zur Abstimmung von Themen und Umfang

 

Beispiel Schulprojekt Bebelhof

Seit einigen Jahren arbeiten die Grundschule und das ZiL im Rahmen eines durch Stiftungen geförderten Projektes eng zusammen. Dazu gehören:
Eingangstest im 2. Schuljahr
Enge Absprachen über die individuellen Unterstützungs-Bedarfe
Lerntherapeutische Förderung in Kleingruppen in der Schule
Regelmäßiger Austausch und Beratung
Offene Sprechstunde für die Eltern
Elternnachmittage
Nachtests und Ergebnisgespräche.

Das gemeinsame Abschlussgespräch mit Vertreterinnen der Stiftungen, der Schule und des ZiL im Dezember 2017 zeigte folgende Ergebnisse:

1. Alle geförderten Schüler*innen hatten ein durchschnittliches Ergebnis im Rechtschreibtest.
2. Es gab bei allen „Lerntherapie-Kindern“ keine Verhaltensauffälligkeiten mehr.